Mensch gegen Biber - Biber gegen Mensch
       
- aktuelle Beiträge zum Thema „Biber“ von IGV-Vereinsmitglied Matthias Dumpf -


Vielleicht haben einige von Ihnen den Biberdamm an dem Entwässerungsgraben, parallel zur Schwalm, schon entdeckt. Der Biber hat dieses ehemalige Rinnsal mit Hilfe seines Damms aus Ästen und Laub zu einem kleinen See aufgestaut. Damit der Stausee nicht zu groß wird, hat (vermutlich) die „Untere Naturschutzbehörde“ Kreis Viersen zwei große Abwasserrohre durch den Damm getrieben, durch die jetzt wieder Wasser abfließen kann.

Aber wie auf dem Foto zu sehen, hat der Biber bereits eine Gegenmaßnahme eingeleitet. Der Baum vor dem Damm ist dank seiner starken Zähne kurz vor dem Fallen, und man kann vermuten, dass der Biber mit diesem gefällten Baum versuchen wird, seinen Damm zu „reparieren“. Schauen wir mal, wer hier auf Dauer gewinnt! Wir werden über den Fortgang des „Kampfes“ berichten ...

       FORTSETZUNG (03.12.2019):

Wie schon vermutet, hat der Biber den Baum neben seinem durchbohrten Damm, gefällt.

Allerdings konnte der Biber diesen Baum nicht als Reparaturmaterial für seinen durchbohrten Damm nutzen. Denn der Stamm wurde offensichtlich von Menschenhand entsorgt. Der vermutlich vom Biber gefällte Baum liegt auf der Seite des Weges zur Heide. Er weist Sägespuren auf, die wohl kaum vom Biber stammen können. Aus den am Damm vorhanden Spuren kann man erkennen, dass dieser Biberdamm mittlerweile öfters als „Brücke“ über den aufgestauten Bach missbraucht wird! Man kann sich nur wundern … Wir werden weiter berichten.

Zur Beachtung: Die europäische Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (kurz FFH-Richtlinie) stellt den Biber und seine Bauten unter Schutz. Zuwiderhandlungen werden in NRW mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 € geahndet!

       FORTSETZUNG (02.01.2020):

Inzwischen hatte der Biber beschlossen, ca. 100 Meter vor dem mit Rohren durchbohrten Damm, ein neues „Bollwerk“ anzulegen. Aber auch dieser Damm wurde größtenteils von Menschenhand zerstört. Siehe Foto links.

Allerdings ist der Wasserstand des kleinen Bachs, in dem die beiden Dämme angelegt wurden, trotz der Eingriffe der Menschen deutlich höher als zuvor. Da in der letzten Zeit keine Arbeiten des Bibers an diesen Stellen zu sehen waren, scheint es wohl so, dass der Biber entweder aufgegeben hat, oder ihm der Wasserstand für seine Belange ausreicht.

Schauen wir mal, ob und wie die Sache weitergeht ...
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       FORTSETZUNG (09.10.2020):

Der Biberdamm mit den von Menschenhand eingefügten Plastikrohren existiert nicht mehr. Sowohl der Damm, als auch die Rohre wurden entfernt. Der Wasserstand in dem Bach hat sich dadurch um ca. 50 bis 60 cm gesengt. Aber der Biber ist nicht verschwunden. Einige Meter Entfern vom ehemaligen Damm, konnte ich folgendes Foto machen (siehe rechts). Anhand der Nagespuren kann man gut erkennen, wohin der Baum fallen wird – ein Profi-Holzfäller eben!

Ich werde ggfs. weiter berichten ...

© Fotos und Text Matthias Dumpf

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