Nächtliche Fluggeräusche über dem Niederrhein

- ein Beitrag von IGV-Vereinsmitglied Lothar Krüger -

Wer hat sich noch nicht in Venekoten über untypische Flugbewegungen und nächtliche Geräusche am Nachthimmel gewundert? Sie tauchen immer wieder  von Zeit zu Zeit auf.  Ein Artikel in der „Rheinischen Post“ in der Ausgabe vom 18. Februar 2021 mit der Überschrift „Wenn die US-Airforce über Gladbach tankt“ hat Licht ins Dunkel gebracht (Link [sofern Sie rp-online abboniert haben]) siehe HIER) ...

In rund neun Kilometern Höhe fliegt zeitweise nachts ein Tankflugzeug der US-Luftwaffe auch über den Niederrhein und wartet bei 700 km/h bis 800 km/h auf seine Kunden. Die Luftbetankungsstrecke ist ein festgelegtes Gebiet und geht von Mönchengladbach über Düsseldorf den Rhein entlang bis kurz vor Emmerich und zurück an der niederländischen Grenze über Nettetal nach Mönchengladbach bis zu den Toren von Köln.

Die vierstrahligen Langstreckenflugzeuge sind in England stationiert und haben 40 bis 90 Tonnen Kerosin an Bord. Tankkunden sind Kampfflugzeuge der Nato, die mitunter auch „in der Warteschlange stehen“, Militär-Frachtflüge auf dem Weg nach Asien und Nordamerika sowie weitere für die Allgemeinheit nicht näher bezeichnete Luftfahrzeuge.

Im Internet gibt es zahlreiche Videos über Luftbetankungen. Es sieht schon abenteuerlich aus, wenn ein anfliegender Jet zielsicher den basketballgroßen Fangkorb am Ende eines pendelnden Schlauches treffen muss und diese Verbindung zwischen den beiden Flugzeugen minutenlang bei hoher Geschwindigkeit absolut synchron zu halten ist. Das regelmäßige Training ist für die Tankerbesatzungen und Jagdbomber-Piloten das absolute Muss. Unfälle während des Betankens sind daher in der Nato sehr selten.

© Text: Lothar Krüger

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